Spanien schickt Kriegsschiff nach Gibraltar

5. April 2017 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales, News

Der Streit um Gibraltar eskaliert zwischen dem Königreich und Spanien nach der EU-Austrittserklärung Großbritanniens weiter. Nun schickte Madrid eine Korvette vor die britische Exklave auf spanischen Boden. Inmitten des Streits um die Zukunft von Gibraltar ist ein spanisches Kriegsschiff in die umstrittenen Gewässer vor der britischen Exklave eingedrungen. Die Korvette „Infanta Christina“ fuhr etwa eine Meile von der Küste entfernt langsam an Gibraltar vorbei, woraufhin die britische Marine nach eigenen Angaben ein Patrouillenboot losschickte. Großbritannien beansprucht drei Meilen um den Felsen für sich. Doch da es sich um spanische Gewässer handle, hält Spanien dagegen. Ein Sprecher von Gibraltar verurteilte das „illegale Eindringen“ des spanischen Marineschiffes als neuerliches Beispiel „für die Art, in der Spanien regelmäßig gegen die UN-Seerechtskonvention verstößt“. Einen „formellen diplomatischen Protest bei der spanischen Regierung“ kündigte ein britischer Regierungssprecher an. Es kommt regelmäßig vor, dass spanische Marineschiffe durch die von Gibraltar beanspruchten Gewässer fahren. Aber der aktuelle Vorfall erfolgte inmitten wachsender Spannungen zwischen London und Madrid um das Schicksal des Felsens nach dem EU-Austritt Großbritanniens. Die Regierung von Gibraltar fürchtet, dass Spanien im Zuge des Brexits seinen Anspruch auf das Gebiet geltend machen könnte. London versicherte, an den Ansprüchen auf seine Exklave festzuhalten. Gibraltar liegt an der Südspitze Spaniens und gehört seit 1713 zu Großbritannien. Die Exklave hat 32.000 Einwohner.

 

Von Michelle

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