Explosion in St. Petersburger U-Bahn

5. April 2017 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales, News

Nach dem Terroranschlag in der russischen Stadt St. Petersburg suchen die Behörden Medienberichte zufolge nach zwei Verdächtigen. Einer von ihnen soll die Bombe in einer Aktentasche unter einem Sitz in der U-Bahn platziert haben, wie die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise meldete. Die Bombe detonierte an der Station Sennaja Ploschtschad im Zentrum der Fünf-Millionen-Stadt. Der andere soll eine Bombe an der Metro-Station Ploschtschad Wosstanija deponiert haben. Der zweite Sprengsatz wurde von Sicherheitskräften entdeckt und unschädlich gemacht. Einer der mutmaßlichen Bombenleger ist nach inoffiziellen Behördenangaben von der Videoüberwachung gefilmt worden. „Die Videokameras der Metro haben den mutmaßlichen Urheber der Explosion gefilmt“, sagte ein nicht genannter Behördenvertreter der Agentur Interfax.

Präsident Wladimir Putin war am Montag in St. Petersburg, hielt sich aber nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna auf. Die Sicherheitsbehörden würden die Explosion aufklären, versprach Putin. „Wir ziehen alle Möglichkeiten in Betracht – ob es eine kriminelle Tat war oder sie einen terroristischen Charakter hat“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Alle Anzeichen deuteten auf einen Terroranschlag hin, sagte Viktor Oserow, Abgeordneter im russischen Föderationsrat.

„Der Maschinist traf die absolut richtige Entscheidung, nicht anzuhalten, sondern bis zur nächsten Station zu fahren, damit den Opfern unverzüglich geholfen werden konnte“, sagte die Sprecherin des staatlichen Ermittlungskomitees, Swetlana Petronko. So seien vermutlich Menschenleben gerettet worden.

 

Von Dion

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