Muslimische Eltern klagen gegen Schwimmunterricht

11. Januar 2017 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales

Muslimische Schülerinnen müssen generell auch am gemeinsamen Schwimmunterricht teilnehmen. Am Dienstag scheiterte der Versuch eines Elternpaares aus der Schweiz gegen die Teilnahmepflicht zu klagen. Die Schweizer Behörden bewerteten die Schulpflicht und die Integration der Kinder gegenüber dem religiös Begründeten Wunsch der Eltern als vorrangig. Die Richter sahen keine Verstöße gegen die Religionsfreiheit. Sie begründeten dies damit, dass die Schule eine besondere Rolle bei der sozialen Integration, insbesondere bei Kindern mit ausländischer Herkunft spiele. Der Sportunterricht sei ebenfalls wichtig für die Gesundheit und die Entwicklung der Kinder. Allerdings gehe es nicht nur darum, das Schwimmen zu lernen, sondern auch darum, gemeinsam mit den Mitschülern an einer Tätigkeit teilzunehmen. In Deutschland kommt es ebenfalls häufig vor, dass Eltern vor Gericht gehen, um ihre Kinder vom Schwimmunterricht befreien zu lassen. Auch hier stellen die Richter den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag über die Glaubensfreiheit.

 

Von Dion

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