Obamas letzte Warnung an Donald Trump

12. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales, Medien, News

In der letzten großen Rede von Barack Obama warnt er seinen Nachfolger Donald Trump vor folgenschweren Fehlern im Kampf gegen den Terror. Obama sagt, anstatt falsche Versprechungen zu machen, sowie Terrorismus bekämpfen, Bomben abwerfen oder mehr Soldaten zu stationieren, müssen wir der terroristischen Bedrohung auf längeres entgegentreten. Freiheitliche Grundwerte und Gesetze sind wichtig. Er warnt ebenfalls vor der Rückkehr zu längst abgeschafften Foltermethoden eindringlich. Selbst Waterboarding wird dazu gezählt. Er kritisierte zudem den Kongress für dessen Weigerung, die Schließung des US-Gefangenlagers Guantanamo mitzutragen. Obama meint, diese Haltung sei ein Schandfleck auf unserer nationalen Ehre. Mit diesen Äußerungen achtet er ganz besonders auf Trump, der im Wahlkampf immer wieder versprochen hatte, den Islamischen Staat (IS) mit allen Mitteln zu bekämpfen. Zudem kündigte Trump an, das Waterboarding und auch weitaus schlimmere Methoden einzuführen. Die USA wird bald unberechenbar sein. Doch im Anti-Terror-Kampf muss eine klügere Strategie verfolgt werden. Zugleich müsste die USA internationale Bündnisse schmieden, damit nicht nur die amerikanischen Truppen daran beteiligt sind und somit nicht die komplette Last auf ihren Schultern liegt. Es müsse unbedingt ein Netzwerk von Partnern aufgebaut werden, anstatt Invasionen zu starten, wo immer wieder Terroristen auftauchen. Doch die Einführung von Religions- und Gesinnungstests für Einwanderer, die Obama entschieden ablehnte, wird von nun an von Trump übernommen und stimmt diesem zu. Terroristen wollen Menschen nämlich so sehr verängstigen, bis sie vergessen, was Demokratie bedeutet. Obama verteidigte seine Strategie, wonach das US-Militär im Kampf gegen den IS vor allem auf Luftangriffe im Irak und in Syrien setzt: Der IS habe inzwischen mehr als die Hälfte des von ihm kontrollierten Gebietes verloren. Trump bezeichnen die demokratische Kandidatin und Ex-Außenministerin Hillary Clinton als Co-Gründer der IS-Miliz, weil sie durch nachlässiges Handeln deren Erstarken ermöglicht hätten. Man werde sich nur noch einmischen, wenn es den eigenen nationalen Sicherheitsinteressen diene, fügte Trump hinzu. Die USA müssten sich auf den Kampf gegen Terroristen konzentrieren und davon ablassen, Regimewechsel in anderen Ländern voranzutreiben. Gleichzeitig versprach er, Stabilität in der Welt zu fördern. Wie so oft ließ er offen, wie das geschehen soll.

 

Von Michelle

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