Anschlag in Istanbul: Erdogan kündigt Rache an

14. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales, News

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte nach dem Doppelanschlag einer Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK Vergeltung an. Unter den Toten sind 36 Polizisten und mehr als 150 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Innenminister Süleyman Soylu. Die erste Bombe explodierte rund anderthalb Stunden nach dem Ende eines Fußballspiels in der Nähe des Stadions. Es habe sich um eine Autobombe gehandelt, die gegen die Sondereinsatzpolizei gerichtet worden sei, berichtete der Innenminister. 45 Sekunden nach dem ersten Anschlag sprengte sich ein Selbstmordattentäter im Macka Park in die Luft. Dieses Attentat sei ebenfalls gegen Polizisten gerichtet gewesen. Die Polizei habe einen Verdächtigen kontrolliert, der sich daraufhin in die Luft sprengte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Andolu. Die PKK teilte in ihrem Bekennerschreiben mit, zwei ihrer Anhänger seien bei den Attentaten getötet worden. Die Zuschauer des Fußballspiels hatten sich zu dem Zeitpunkt der Anschläge schon zerstreut, jedoch waren noch viele Polizisten vor Ort. Erdogan sagte am Sonntag in Istanbul, das wichtigste sei jetzt der Kampf gegen die „Pest des Terrors“. Schon am Samstagabend hatte er die Anschläge in einer Erklärung als „niederträchtig“ bezeichnet.

 

Von Dion

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