Steigende Mietpreise für Studenten

5. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales, News, Schule

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat gezeigt, dass das Leben der Studenten in Kiel und Hamburg immer teuer wird, weil sie für ihre Wohnung mehr Miete zahlen, als noch vor ein paar Jahren. Außerdem werden die Preise noch weiter steigen. Dennoch sagt der Leiter der Studie Michael Voigtländer, Hamburg und Kiel lägen im Vergleich zu anderen Städten bei der Preisentwicklung noch im Mittelfeld. Rund 37 Prozent mehr Miete mussten Hochschüler 2016 in Berlin abdrücken, als noch vor sechs Jahren. In Hamburg waren es 15,6 Prozent und in Kiel 16,5 Prozent. Die Betrachtung einer exemplarischen studentischen Musterwohnung inklusiver Nebenkosten ergab: In Kiel erhöhte sich der Preis von 331 auf 364 Euro, in Hamburg von 422 auf 466 Euro. „Hamburg ist deutlich teurer“, sagte Voigtländer. „Ist allerdings vom Preisniveau her nicht so hoch, wie beispielsweise München.“ Die Hochschüler konkurrierten mit anderen Gruppen um günstige kleine Wohnungen, etwa mit Berufsanfängern, Pendlern oder Senioren. In Städten wie Bochum oder Siegen sei die Lage noch relativ entspannt. Die Auswertung bezieht sich nach Angaben des Studien-Leiters auf den freien Wohnungsmarkt, beinhaltet Zimmer in Wohngemeinschaften und kleine Wohnungen. Studentenwohnheime wurden ausgeklammert. „Die liegen deutlich unter dem Markt, aber da gibt es natürlich auch lange Wartelisten.“ Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse habe bislang noch keine sichtbaren Ergebnisse gebracht. „Wir werden weitere Preissteigerungen erleben“, ist sich Voigtländer sicher. „Wir haben in den meisten Städten eben das Problem, dass zu wenig gebaut wird. Der Druck bleibt hoch.“

 

Von Dion

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