27 Tote bei Zugunglück in Italien

13. Juli 2016 | Von | Kategorie: Arbeit & Soziales, Medien, News

Bei einem der schwersten Zugunglücke in Italien sind mindestens 26 Menschen gestorben. Etwa 50 Menschen wurden verletzt, als am Dienstag zwei Züge nördlich der süditalienischen Stadt Bari mit hoher Geschwindigkeit auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammenstießen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Das Unglück ereignete sich zwischen den Städten Corato und Andria. Die Helfer arbeiteten bis in die Mittwochnacht, um Opfer aus den Trümmern zu bergen. In Italien hatte das Unglück Entsetzen ausgelöst. Auch Papst Franziskus sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Verkehrsminister Graziano Delrio sagte, die Ursache des Unglücks müsse nun ermittelt werden. „Wir wissen noch nicht, was der Grund für den Zusammenstoß war.“ Die Umweltorganisation Legambiente kritisierte, dass es auf der veralteten Strecke kein automatisches Zugbremssystem gebe und wenig in die Bahnstrecken des Südens investiert werde. Medien berichten, dass zahlreiche Menschen lange in den Trümmern gefangen waren. Der Unfallort zwischen Bäumen und am Rande eines Ackers sei nicht leicht zu erreichen. Einer der Lokführer ist ums Leben gekommen, das Schicksal des anderen sei ungewiss. Der italienische Regierungschef Matteo Renzi verlangte eine schnelle Aufklärung und sprach den Opfern und deren Familien sein Mitgefühl aus. Er brach einen Besuch in Mailand ab und reiste an den Unglücksort. Der Bundestagspräsident Norbert Lammert kondolierte seiner italienischen Amtskollegin.

 

Von Dion

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