Arbeitgeber darf Browserverlauf auswerten

23. März 2016 | Von | Kategorie: Medien, News

Ein Mitarbeiter hat in dem verhandelten Fall vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg die Kündigung erhalten, weil er während der Arbeitszeit zu privaten Zwecken im Netz surfte. Um das zu belegen, sah sich der Arbeitgeber ohne Zustimmung des Mitarbeiters seinen Browserverlauf an. Der Mann war als Gruppenleiter tätig und weil er das Netz für private Zwecke nutzte, ist er seinen Kollegen immer wieder aufgefallen. Als der Arbeitgeber das Internet-Datenvolumen des Mannes überprüfte, fiel auf, dass es ungewöhnlich hoch war. Nach einem Gespräch kündigte der Vorgesetzte ihm. Wenige Tage nach der Kündigung überprüfte der Arbeitgeber dann den Browserverlauf. Dabei kam heraus, dass der Mann 16.369 Seitenaufrufe in einem Zeitraum von 30 Arbeitstagen zu privaten Zwecken gemacht hatte. Selbst wenn er jede Seite nur wenige Sekunden angeklickt hat, ergebe sich daraus, dass er innerhalb von 30 Tagen an mindestens 5 Tagen nur im Netz zu privaten Zwecken gewesen ist. Der Mitarbeiter reichte Kündigungsschutzklage ein und argumentierte, der Vorgesetzte habe den Browserverlauf ohne seine Zustimmung nicht auswerten dürfen. Er sah sich in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt. Ohne Erfolg. Die Richter hielten die Kündigung für begründet. Durch die massive private Internetnutzung am Arbeitsplatz habe der Mann gegen seine arbeitsverträglichen Pflichten in erheblichem Maß verstoßen. Außerdem sei eine Verwertung der Daten vor Gericht erlaubt.

 

Von Dion

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