Das Malware-Museum

10. Februar 2016 | Von | Kategorie: Freizeit, Medien

 

Das Malware-Museum zeigt in einer Online-Ausstellung Viren und andere Schädlinge aus der Frühzeit der Desktop-Computer. Rund 80 Viren und Würmer aus den achtziger- und neunziger Jahren wurden vom Internet Archiv dafür zusammengetragen. Die Benutzer können sich die Viren im 8-Bit-Pixel-Look anhand von Animationen ansehen und nachvollziehen, wie sich ein Virenbefall angefühlt und wie er ausgesehen hat. Das Malware-Museum zeigt Viren, wie blinkende Herzen, eine wabernde Oberfläche des Planeten Mars oder psychedelisch angehauchte Muster. „Legalisiert Cannabis“ erscheint bei einem der MS-DOS-basierten Viren, ein anderer lässt wissen: „Frodo lebt“. Bei einem dritten läuft in irritierender Langsamkeit einfach ein Zähler von der Zahl 1000 an abwärts. Ausgewählt wurde die Sammlung von dem finnische Antiviren-Spezialist Mikko Hyppönen von der Firma F-Secure. Er jagt seit Jahrzehnten Computerschädlinge und erzählt, dass er viele der Exponate selbst von 5.25-Zoll-Disketten extrahiert hat. Er hat versucht, Viren auszuwählen, bei denen es für den Nutzer auch tatsächlich etwas zu sehen gibt, ansonsten gäbe es ja keinen Sinn für ein solches Museum. „Mein Liebling ist ‚Casino‘. Er zerstört bestimmte Informationen, macht sich aber vorher Kopien. Dann lädt er den Benutzer zu einem Spiel ein. Wenn er gewinnt, bekommt er seine Daten wieder. Wenn man verliert oder den PC neu startet, ist alles weg.“

Man kann sich die Dateien auch herunterladen, das gefährliche an ihnen wurde umgeschrieben es herrscht also kein Gefahr für die Computer.

 

 

(https://archive.org/details/malwaremuseum&tab=collection)

 

Von Benjamin

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