KZ-Neuengamme

6. Mai 2015 | Von | Kategorie: Medien

Das Konzentrationslager in Hamburg-Neuengamme wurde im Jahr 1938 erstmals als Außenlager des KZ Sachsenhausen errichtet. Ab 1940 wurde dies als selbstständiges Konzentrationslager mit 86 Außenlagern geführt, die sich bis an die dänische Grenze erstreckten. Die dort inhaftierten Häftlinge mussten Zwangsarbeit in der sich auf demselben Gelände befindenden Ziegelei , in der Rüstungsindustrie und beim Bau militärischer Anlagen absolvieren. Von den dort insgesamt 100.000 Häftlingen, die dort eingesperrt waren, starben circa 50.000 Menschen in der Folge der dort unmenschlich herrschenden Arbeits- und Lebensbedingungen.

Im Jahre 1945 begann dann die SS das Konzentrationslager Neuengamme aufzulösen. Außerdem kamen viele Häftlinge bei den sogenannten „Todesmärschen“ ums Leben oder verloren am 3. Mai 1945 durch die Bombardierung der Cap Arcona und der Thielbek ihr Leben. Am 4. Mai dann fanden britische Truppen das KZ-Neuengamme als geräumt vor.

 

Vielleicht fragen sich viele von euch nun, warum ich über ein Konzentrationslager einen Artikel schreibe, jedoch steht dieser in Verbindung mit unserem Besuch des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg letzte Woche Mittwoch. Wir, die Klassen R10b und die Klasse R10d, haben am letzten Mittwoch einen ganzen Tag im KZ verbracht und haben durch eine sehr ausführliche Rundführung einen Eindruck der früheren  Lebensbedingungen der Häftlinge bekommen. Wir haben uns alles genau angeschaut und durften uns auch reale „Werke“ wie zum Beispiel selbstgemalte Bilder der Häftlinge oder die geführten Todesbücher über Ursachen des Todes der Häftlinge der SS-Leute angucken. Es war aber auch ein komisches Gefühl, über Straßen oder Wege zu laufen, wo vor circa 70 Jahren einmal SS-Leute rübergelaufen sind. Auch die Ausstellungen dort in den einzelnen Räumen… Da muss man zwischendurch schon mal schlucken, wenn man mal bedenkt, was dort mit den Menschen gemacht wurde. Unter welchen Bedingungen sie dort „gelebt“ haben, ist für uns heutzutage echt undenkbar… Wenn man das jemandem erzählen würde, würde niemand einem auch nur ein Wort glauben.

Insgesamt hat man die Eindrücke über sich ergehen lassen und ist mit einem gemischten Gefühl nachhause gefahren. Vieles steht dort noch genau so wie vor 70 Jahren. Schon krass, dass man dies alles aus ein paar Metern live gesehen hat.

Vielleicht haben einige von euch ja auch mal vor, ein solches KZ zu besuchen, kann man empfehlen. Jedoch sollte man sich vorher im Klaren sein, dass man dort zum Teil Sachen zu sehen bekommt, mit denen man im Alltag nicht rechnet.

 

Sabrina

 

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